Donnerstag, 14. März 2013

Lust auf Schmuddelgeschichten?

Hotels sind irgendwie ganz eigene Biotope und nicht selten unterhaltsame Studienplätze für Menschenfreunde und –feinde. Hinter die Kulissen kann man als Gast allerdings selten einen Blick werfen.

Der Schauspieler Clo Bisaz hatte ein Leben vor dem Theater. Bevor er sich auf die Bühnenbretter wagte, stand er auf glitschigem Boden und bekochte Hotelgäste aus aller Welt. Als Concierge Giacometti, der von der Réception des Parkhotels aus alles beobachtet und überblickt, die Stimmen und Geräusche des Hauses kennt und um die Wünsche und Marotten der Gäste weiss, lässt Bisaz nun Erinnerungen und Gäste passieren und macht uns mit schrägen Vögeln und bunten Hunden bekannt. Giacometti ist verschwiegen und gibt doch diskret alle Geheimnisse preis. Und sollte ihm einmal etwas entgangen sein, hat es bestimmt der Pianist Jeremy mitbekommen. Dessen Finger tanzen wie von selbst über die Tasten und lassen seine Augen flanieren.

Giacometti erzählt von jenen, die mit ihm im Untergeschoss geschuftet und in Dachkammern gehaust hatten. Von Doledo da Silva zum Beispiel, dem notorischen Hochstapler, Frauenverführer und messerwerfenden Casserolier, der vor noch nicht allzu langer Zeit das Haus verlassen hat, oder vielmehr verlassen musste. Giacometti gibt Doledos Episoden und Eskapaden zum Besten. So erfahren wir von Doledos Weggefährten und Widersachern während seiner Zeit im Parkhotel. Und von Maria, die für die Belegschaft kochte, mit Herz, aber ohne Firlefanz, bei der Doledo Trost fand.

Und nicht zuletzt stellt Giacometti uns die Gäste vor, die - arrogant, anhänglich, schrill, schrullig, dubios, burschikos, knausrig, kränkelnd, überschwänglich, unterwürfig, schüchtern, scheinheilig, begleitet von Hunden, Söhnchen, Liebhabern und Schwiegermüttern – das Parkhotel bevölkern. Der Concierge kennt die Details. Der Pianist schweigt diskret.

Willkommen im 5-Sternhotel
Dieser Aspekt wird dem Abend zusätzlichen Reiz und Witz verleihen – Bisaz agiert vortrefflich. An seiner Seite ist ihm der aus Baden gebürtige Pianist Philippe Kuhn ebenbürtig. Unaufdringlich und doch wohltuent omnipräsent entlockt Kuhn den schwarz-weissen Tasten leichte Ohrwürmer, um zwischendurch immer mal wieder die dramatischen, temporeichen Sequenzen der Geschichten musikalisch zu untermalen.

Allora, kommt vorbei und verbringt einen höchst entspannenden und musischen Wellness-Abend im Fünfsternhotel. Mit oder ohne Schmuddelgeschichten. Ihr werdet anschliessend die Lobby erfrischt und schmunzelnd wieder verlassen. Ich schwör. Und ein Bierchen offeriere ich euch auch. Versprochen.


Doledo da Silva - Geschichten aus der Hotellobby wird unterstützt von Pro Argovia, aargauische Kulturstiftung für die Förderung von Kultur und Wissenschaft.

PRO ENDIVELD: Geschichten aus der Hotellobby, Freitag, 15. März 2013, 20.00 Uhr in der Aula im Oberstufenschulhaus, 5035 Oberentfelden, Eintritt CHF 22.00 (für PRO ENDIVELD-Mitglieder CHF 17.00)
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Montag, 25. Februar 2013

Immer und immer wieder und noch immer!

Noch immer fühle ich deine Wärme; spüre, wie dein Atem mich kitzelt und deine Hände auf meiner Haut mich erschauern lassen. Positiv erschauern natürlich! Noch immer bleibt mir beinahe die Luft weg, wenn ich am Morgen meine Augen öffne und ich dich neben mir liegen sehe. Noch immer ist das Glück so unwirklich, unbeschreiblich und unfassbar.

Du und ich sind so sehr wir. Du bist so wunderschön; wie ein Song, der mich zu Tränen rührt und mein Herz gleichzeitig Luftsprünge machen lässt. Wie ein erfrischendes Lüftchen unter Sonnenstrahlen auf nackter Haut. Wie ein Regenbogen, welcher den Regen wundervoll macht. Wie ein gutes Buch unter einer warmen Decke lesend bei Kerzenschein. Wie deine Hand in meiner. Wie frisch verliebt, einfach mit Liebe. Herzklopfen und Glück! 

In diese deine Hand lege ich mein Herz und meine Seele. Immer und immer wieder. You + me = awesome!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Bullshit!

Sitzungen, Konferenzen, Tagungen, Seminare ect. haben unter Umständen leider einen gemeinsamen Nenner: sie können mitunter langweilig sein und man ist nicht selten hauptsächlich damit beschäftigt, den Kopf nicht nach vorne sinken zu lassen und die Augen offen zu halten.

Wenn sich die Redenden zudem krampfhaft bemühen, in ihren Ohren wohl gutklingendes Fachchinesisch zu benutzen oder sie zum hundertundeinten Mal die gleichen Phrasen benutzen... oder kürzlich einen Kommunikationskurs in der Erwachsenenweiterbildung per Abendschule absolviert haben... *gääähhhn*

Diesem Unding kann allerdings entgegengewirkt werden, und zwar mit Bullshit-Bingo! Einfach vor der Sitzung oder Vorlesung die Bullshit-Bingo-Karten vorbereiten (ACHTUNG: verschiedene Karten, wie beim Zahlenbingsbungs), an eure Mitleidenden verteilen und dann aufmerksam zuhören. Und die so wertvolle Zeit in Vergnügen und Spass ummünzen. Sobald ihr ein entsprechendes Wort hört, das Kästchen ankreuzen – und wenn ihr dann horizontal, vertikal oder diagonal vier Kästchen in einer Reihe habt, aufstehen und "BULLSHIT" rufen! Oder Quaken.

Verschiedene Vorlagen (zum Beispiel für Studenten oder Bauern oder Milizgedüngse oder, oder, oder...), sowie eine Vorlage zum Selber-Ausfüllen findet ihr hier. Weitere, mit einer klitzekleinen Prise Satire versehenen Vorlagen gibt es hier. Die Geschichte des Bullshit-Bingo, oh ja, da gibt es eine, sogar bei Wiki, könnt ihr hier nachlesen.

Und nun viel Spass bei der nächsten Vorstands- oder Wasauchimmersitzung - ihr werdet so aufmerksam und interessiert zuhören, wie schon lange nicht mehr. Und euch auf das nächste "Meeting" freuen. Ich schwör!

Gehört bei DRS 3.

Montag, 18. Februar 2013

Das Ladegerät (in der Schublade) und Salz.

Salzwasser, so sagt und weiss man, reinigt. Zumindest kleinere Wunden. Wenn warme, salzige Tränen über Kratzer und Schürfungen im Herzen und in der Seele rinnen, brennt dies vordergründig zwar schon ziemlich arg, dennoch haben sie anschliessend die ihnen nachgesagte reinigende, eitertilgende Wirkung. Meistens zumindest. Glaubs.

Wenn man dann, ausgelaugt und erschöpft ob dem vielen Salzwasserfluss, auf den Heilungspozess wartend, die warme Hand spürt, welche so tief zur Seele spricht, wie es wohl Worte in diesem Moment niemals vermögen würden, wird der Atem ruhiger und das Herzrasen stellt sich langsam ein. Die Wärme der Hand breitet sich im ganzen Körper wohltuend aus. Der Weltuntergang kann definitiv warten. Ewig, im Fall!

Im zur sprechenden Hand gehörenden Arm in einen traumlosen, aber dennoch seeligen Schlaf fallen und spüren, wie das Brennen allmählich schwindet, tut gut. Im immer noch schützenden, warmen Arm aufwachen, und, obwohl die Augen immer noch ein bisschen brennen und geschwollen sind, zu spüren, dass das Herz lächelt, in Engelsaugen blicken und gleichzeitig wissen, dass das Salz seine Aufgabe erledigt. Das ist dann wohl Glück.

Später dann, leidenschaftlich, sinnlich, wild und doch ganz leise und sanft gemeinsam das Sofa verschmuddeln und sich auf die gemeinsame Zukunft zu freuen; ruhig und seelig zu freuen... Das ist dann wohl Glück.

Mit regelmässigem, tiefem und dennoch leichtem Atem das Ladegerät für die Seelenbatterie in die Schublade zu räumen; nicht ganz zuunterst zwar, weil man es wohl noch brauchen wird, ab und an in diesem Leben, wissend, es jederzeit auch wieder hervornehmen zu dürfen, da die Gewissheit, wo sich der Stecker fürs Aufladen befindet, in einem ruht, befreit und stärkt ungemein.

Salz reinigt; und das Brennen in der Wunde gehört wohl dazu. Auf Kieselsteinenwegen sind Schrammen definitiv nicht ungewöhnlich. Voller Liebe weitergehend, mit Zärtlichkeit, Liebe, Vertrauen und Wärme im Herzen. Den sanften Druck deiner warmen Hand noch immer spürend.

Worte vermögen nicht auszudrücken, wie sehr ich dich liebe, schöner Engel. Nein, sie können dies nicht. Umso wundervoller, dass du meine Seele und mein Herz hören kannst.

Mittwoch, 6. Februar 2013

SK empfiehlt: ENTSCHEIDEN

Der schwarze Kafka kommt so ziemlich rum. In der Gegend. So kommt es, dass er hin und wieder an Orten landet, welcher er anschliessend unbedingt der ganzen Welt zeigen und empfehlen möchte. Oder zumindest den Freunden und LeserInnen hier. Eine weitere Kategorie sei geboren: "SK empfiehlt"

Das 2012 war ein Jahr der Entscheidungen. Zumindest was mich und mein nächstes Umfeld betrifft – und bis zum heutigen Tag bereute ich die gewählte Richtung keine Minute, auch wenn es nicht die neugeteerte Strasse war und ist. Und das ist gut so. 


Bio oder Budget? Bleiben oder gehen? Kopf oder Bauch?

Wir alle haben quasi jeden Tag die Wahl – und somit manchmal auch die Qual, für unser Glück selber verantwortlich zu sein. Die Ausstellung "ENTSCHEIDEN" führt die Besucher in den Supermarkt der Möglichkeiten. In die Welt der Job-Hopper, Fast-Liebespaare und der Nichtwähler. In eine, unsere, die Welt, in welcher alles möglich scheint, aber beinahe nichts sicher ist. Gut bedient ist, wer im Supermarkt der Möglichkeiten die für ihn richtige Entscheidungen trifft. Aaaaber, wie wir es alle besser wissen, ist dies einfacher gesagt, als getan.

Die BesucherInnen der Stapferhaus-Ausstellung in Lenzburg blicken hinter die Kulissen der Entscheidungsfindung. "ENTSCHEIDEN" fragt nach dem Zusammenspiel von persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung, Zufall und Schicksal. Im Rundgang durch die Ausstellung wägt der Besucher ab, bezieht Stellung und sammelt Punkte – am Ende der Ausstellung erhält man eine Quittung mit persönlichen Entscheidungstipps. Damit die Nächste evtl. etwas leichter fällt. Oder auch nicht.

Übrigens: jeden ersten Sonntag im Monat bieten ExpertInnen Entscheidungshilfe für verschiedene Lebensbereiche. Am dritten März zum Beispiel der von DRS 3 SRF 3 bekannte Kolumnist und Psychoanalytiker Peter Schneider. Er beantwortet Fragen zum modernen Leben und entlarvt dabei ungeschriebene Gesetze und Normen. Diese Veranstaltung ist, wie ganz viele andere ebenfalls, welche im Rahmen der Ausstellung stattfinden, jeweils bereits im Eintrittspreis inbegriffen. Eine Programmübersicht und ganz viel mehr Informationen zur Ausstellung findet ihr hier. "ENTSCHEIDEN" ist noch bis Juni 2013 geöffnet.

Prädikat: unbedingt hingehen, da sehr sehenswert. Et voilà - leichte Entscheidung.

Btw. Gegangen und dennoch geblieben – da auf den Bauch gehört und dem Ruf der Liebe gefolgt. Und im Moment grad eher Budget.

Freitag, 25. Januar 2013

Netzfundstück: Brief aus der RS


Liebs Mueti, liebe Vati

Mir geits guet. I hoffe euch, Ännele, Ueli, Rolä, Ürsu, Brigä, Lüku u Steffu ou. Chöit am Lüku und am Steffu usrichte, dass z Militär auso zigmau gäbiger isch aus jedi Büez daheime und si sech kener Sorge müesse mache wesi de ufbotte wärde.Zersch hani no chli Chummer gha, wiume geng bis am sächsi muess im Näscht blibe, aber ize gfautmer das no so mitem usschlafe. 

Säget Lüku u Steffu, dasme vorem Zmorge nume muess bettä u es paar Sache poliere. Muesch kener Tier füetere, mäuche, usemischte, ga füüre, Houz hacke... würkli chuum öpis. Aso mou, Rasierplficht gits, aber es het sogar warms Wasser. Z zmorge isch chli komisch, mit Orangschesaft, Müesli und so, drfür fähle Härdöpfu, Hamme, Chääs u Wurscht u dr ganz Räschte. Aber weme näbemne Städter hockt wo nume es Kafi suuft längt z Zmorge mit däm sim zäme bis am Mittag wes de widr öppis git. 

Kes Wunger möge di Giele usdr Stadt nüüt loufe. Mir gö öpedie uf Märsch wo dr Fäudi seit es sigi guet für d Abhertig... jä nu so de, wener meint, aus Rekrut hani da nüt z'mäude. Ä Marsch isch öppe so wyt wi vo daheime zur Poscht u rötur, aber wemer aube dert si hei teu scho blatere ade Füess u de fahremer i Laschtwäge zrügg u Höger hets de kener gha!Dr Fäudi isch chli wi üse Lehrer u isch viu am chääre we öpis nid rächt isch. Dr Houptmä isch wi dr Stapi odr so. Majore u süsch höcheri fahre mängisch mit ihrne Chäre düre u luege komisch aber lö eim aube i Rueh. 

U iz chunt z beschte: Mir überchöme Abzeiche fürs schiesse! I weiss o nid wiso... Z schwarze isch grösser aus ä Rattegring u bewegtsech nidemau u schiesst o nid zrügg so wi d Fankhusergiele mitem Luftgwehr. Aus wode muesch mache isch gäbig härelige u träffe. Schüss muesch ou kener mache, di gits scho fertig i Trukli abpackt. När gits no Zwangsmittuusbiudig wome mite angere cha schwinge, aber mi muess süüferli, teu Städter möges nid so vrlide.Im Zwami bini übrigens am beschte, ussert gäge Iseli Küsu hani mau iigluegt, aber dä isch ou ä meter nünzg u hundertzwänzg Kilo u ig mit mine eis sibezg u füfesächzg Kilo... isch haut schwiriger.

Item, dänked dra Lüku u Steffu bscheid z'gä dases wäger nid so schlimm isch wi geng au säge! Liebi Grüess Bärble

Donnerstag, 10. Januar 2013

Verworren!



Oh, was für ein verstricktes 
Netz wir weben, wenn wir zuerst 
die Täuschung üben.  
Walter Scott 

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Donnerstag, 27. Dezember 2012

Sapere aude!

Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Der liebe gute Kant interprierte diesen lateinischen Ausdruck so. Wortwörtlich bedeutet „Sapere aude“ in etwa: Wage es, vernünftig zu sein!“ Nun, mit der Vernunft ist es so eine Sache. Mir persönlich gefällt Kants Interpretation definitiv besser. Weisheiten halt.

Meinen Verstand habe ich im nun beinahe schon vergangenen 2012 oft benutzt. Mehr als üblich. Dennoch bin ich der steinigen Strasse des Herzens gefolgt. Oft gestolpert, meine Knie auf Kieselsteinenwegen aufgeschlagen und wunderschöne Rosengebüsche haben mich mit ihren Dornen blutig gekratzt (wo auch immer dieser Weg durchging, es hatte Kieselsteine und Rosengebüsche mit spitzen Dornen, ich schwör).

Die soeben verbrachten Weihnachtstage im Kreise meiner Liebsten waren. Genau das. Gefehlt hat mein Schwesterherz samt Gottiängeli und Familie. Aber ansonsten waren sie genau das. Diese Tage. Warm, zärtlich, liebevoll, herzlich und ehrlich. Ehrlich! Ebent im Kreise meiner Liebsten. Definitiv nicht unschön! Wundervoll!

„Es ist so wichtig, bestimmte Dinge gehenzulassen. Loszulassen. Sich zu lösen. Niemand spielt in diesem Leben mit gezinkten Karten. Manchmal gewinnen wir, manchmal verlieren wir auch. Erwarte nicht, etwas zurückzubekommen, erwarte nicht, dass man deine Bemühungen anerkennt, dein Genie entdeckt, deine Liebe begreift.“ (Paulo Coelho)


Du, du und du. Ihr gehört nicht zu den Dingen, welche ich loslassen möchte. Auch wenn es in den letzten Monaten den Anschein erwecken hätte können. Schwarzer Kafkas schlechte Gewissen möchte dies hier erwähnt haben. Und das ist gut so! UND er sei verliebt!

Nun… nun freue ich mich aber sowas von aufs 2013 – und ich hoffe ihr alle auch. Euch. Von Herzen wünsche ich euch einen lustigen, gemütlichen und feuchtfröhlichen Start ins neue Jahr. Adeluege! 
 
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Dienstag, 11. Dezember 2012

Ganz egal!

Auf einem Spielplatz ruft ein Kind nach seiner Mutter
Damit die sieht, wie hoch das Kind schon schaukeln kann
Und es wirft die Beine vor und hoch zum Himmel
Bis ein Schuh davonfliegt und der landet dann

Auf einem Auto, das am Straßenrand geparkt ist
Auf dessen Windschutzscheibe "Schwein" geschrieben steht
Und das, metallic-braun und glatt wie deine Haare,
Genau wie du sein wahres Alter nicht verrät

Ganz egal, woran ich gerade denke
Am Ende denk ich immer nur an dich

Die deutsche Mutter stürzt nach vorn in heller Panik
Und übersieht dabei ein Kindesbein im Sand
Und schlägt lang hin, da lacht der Kindesbeinbesitzer
Der hat ein Erdbeereis in seiner rechten Hand

Das hängt bedenklich schräg nach vorn in seiner Waffel
Und tropft sich selbst verschwendend auf die Haute Couture
Am Leib des ganzen Stolzes seiner schönen Eltern
Und wird zu Dreck dort, genau wie ich bei dir

Ganz egal, woran ich gerade denke
Am Ende denk ich immer nur an dich

Warum blutet Mutter aus der Nase?
Warum ist ihr Kind so dumm wie klein?
Darf ein Metallic-braunes Auto denn da parken?
Und warum kann ich ohne dich nicht glücklich sein?

Wie viele Erdbeereise muss der Mensch noch essen
Bevor er endlich einmal sagt: Ich bin dafür
Die böse Tat des Beinestellens zu unterlassen
Und darf ich irgendwann nochmal zurück zu dir

Ganz egal, woran ich gerade denke
Am Ende denk ich immer nur an dich
Ganz egal, woran ich gerade denke
Am Ende denk ich immer nur an dich


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Freitag, 7. Dezember 2012

Türchen Nr. 7

Denn da alle Liebenden 
Innerlich immer noch Kind 
Und da die, die reinen Herzens handeln 
Unsere größten Helden sind 
Rett ich die Welt 
Mit Deiner Liebe in mir 
Denn ich bin für Dich da 
Nein ich bin wegen Dir hier 
Da Dir die Fähigkeit 
Zu lieben geblieben ist 
Und die Kraft zu vergeben 
Ein Bestandteil Deines Lebens ist 
Wurde ich erweckt 
Und was tief in mir schlief 
Führt nun Feder 
Und schreibt Dir diesen Liebesbrief 

Ich fiel Kopfüber unter Wasser - Etwas zog mich nach unten - Und ich wär wohl ertrunken - Hätte ich Dich nicht gefunden - War am Boden zerstört - Wie dass den meisten geht - Aber Du hast mich wiederbelebt - Jetzt bin ich hungrig nach Leben - Fütter mich mit Erfahrung - Jedes Wort von Dir - Ist für mich Nahrung - Und auch ich nähr Dich - Als wär ich für Dich unentbehrlich - Siehst Du mich an - Und ich kann - Bin ich ehrlich - Dir gar nichts versprechen - Denn das wäre Betrug - Doch du sagst mit nem Lächeln - Jetzt und hier ist genug - Du bist der Sand im Getriebe - Der Gedankenmaschine - Und ich nehme Dich mit - Auf einen Nachtflug 

Leg Deine Arme um mich - Dass meine Narbe die ich - Hier auf meinem Herz trag - Nicht mehr schmerzt - Wenn Du fragst - 'Warum musste ich mich für Dich gewinnen' - Dann sage ich - 'Straßenköter wie ich, sind manchmal gerne drinnen' - Und wenn einer von uns beide - Wieder streunend verschwindet - Ist die Liebe wie Gebell - An den Mond der uns verbindet - Was er über mich weiss - Ist Du bist nicht mehr hier - Und wie zum Beweiss - Riecht mein Schweiss - Noch nach Dir - Und Du fühlst Dich fern an - Millionen Meilen von mir - Und ich schreib auf Papier - Millionen Zeilen von Dir 

Denn da alle Liebenden 
Innerlich immer noch Kind 
Und da die, die reinen Herzens handeln 
Unsere größten Helden sind 
Rett ich die Welt 
Mit Deiner Liebe in mir 
Denn ich bin für Dich da 
Nein ich bin wegen Dir hier 
Da Dir die Fähigkeit 
Zu lieben geblieben ist 
Und die Kraft zu vergeben 
Ein Bestandteil Deines Lebens ist 
Wurde ich erweckt 
Und was tief in mir schlief 
Führt nun Feder 
Und schreibt Dir diesen Liebesbrief 

Und ich trag mein Herz offen - Damit jeder es sieht - Und kann nur hoffen - Du liest dieses Lied - Wie einen offenen Brief - Das all die anderen verstehen - Wir können in des anderen Augen - Uns selbst sehen

 
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Dienstag, 4. Dezember 2012

Bloggy Fondue - Schiff Ahoi!

So, liebe Freunde des Schreibens mit Geschmack und Liebhaber des schweizer Käses: Das Datum für die Käsesuppe auf hoher See ist gesetzt und die Anmeldung läuft ab sofort via Kommentar hier auf dem Blog oder aber auf der Veranstaltungsseite unserer Gruppe im Gesichtsbuch.

Das Fondueschiffli fährt um 19:00 Uhr ab der Station Zürich-Bürkliplatz (die Tore zur Käse-Cruise öffnen sich um 18.45 Uhr - daher denke ich, dass es wohl Sinn macht, wenn wir uns um 18.30 Uhr vor Ort treffen, damit auch ja keiner bereits vorher untergeht). Um ca. 21.30 Uhr werden wir dann wieder am Bürkliplatz anlegen, um dann auch gleich mit der Verdauung und Kalorienverbrennung beginnen zu können. Ach ja, dies alles möge am Dienstag, 12. Februar 2013 geschehen. Weltuntergang Olé!

Eindrücke des letzten Bloggy Fondue auf dem Wasser findet ihr übrigens bei Madame Lila hier oder hier beim Falki. Ein Place to be, wie ihr sehen und lesen könnt, definitiv!

ACHTUNG: Beachtet bitte, dass die Anmeldung definitiv ist und dass ich hier leider keine vielleicht, eventuell und schaun ma mal zählen kann - dabei ist nur, wer auf "Teilnehmen" klickt oder sich hier via Kommentar anmeldet. Bereuen wird es niemand, wenn er dies tut. Ich schwör!!! 

Die grosse Käseschmelze zum 9. kann beginnen - Schiff Ahoi!

Mittwoch, 28. November 2012

Nicht alleine!

Einfaches Video, welches mich auf eine wundersame Weise tief berührt (nicht wegen dem Schnüggel-Baker, ich schwör!). Wahrscheinlich hat es wohl eher damit zu tun, dass wir uns mit Riesenschritten der heiligen, besinnlichen Zeit nähern, von welcher sich wohl alle wünschen, sie nicht alleine verbringen zu müssen... Und ja, ich bin so unbeschreiblich dankbar, dass ichs nicht bin. Alleine. Wunderschöne Menschen begleiten mich, im Herzen und auch real. Stetig. Wundervoll.


 
If you think that your end is near
When your headache is worse than any passed year
When the only feeling left is fear
All drive to escape disappeared

Nobody should die alone, make a wish before you’re gone
And ask your old friends to share the past before the end

Had a great life, but stayed unknown, unknown.
Everyday spent waiting for the ringing of a phone
Or some visit to flavour your blending days, bland day.
Seems like the sky has turned grey

Nobody should die alone, make a wish before you’re gone
And ask you’re old friends to share the past before the end

Take the step, push the door,
And if you fall don’t lie on the floor
Memories in pictures they’re hanging on the wall
Don’t wait for the others to come
Coz they can’t see what you’ve become
You’re speaking slowly, slowly rotting
Did I just see an angel pass above you’re head?

Nobody should die alone, make a wish before you’re gone
And ask your old friends to share the past before the end

Donnerstag, 1. November 2012

In 59 Tagen...

 ... werde ich mich genau dort befinden. Die Dinge mit meinen eigenen Augen sehen. Ich werde den Sand zwischen meinen Zehen spüren und des Engels Hand in der meinigen... Und während die Sonne meine Haut wärmen wird, werde ich ein leises "ich liebe dich" in sein Ohr flüstern. Weil er so sehr mein Herz und meine Seele wärmt.


Dienstag, 30. Oktober 2012

Achtung Jäger! Mammutjäger!

Der Mammutjäger jagt durch Steppen, hetzt durch Grossstadtdschungels, Abflughallen, U-Bahnschächte und Teppichetagen, befreundet und verfeindet sich mit Handys und Laptops, kämpft gegen Computerviren, taucht in Meere, schwingt sich in die Lüfte und schiesst sich in Blechdosen aus dem Orbit und träumt von fernen Sternen... der Mensch, die Krone der Erschöpfung!

So sehen das zumindest das Duo Erich Furrer und Erich Hufschmid, welches sich als Mammutjäger in vier witzigen Theaterprogrammen mit dem neuzeitlichen Alltag des Menschen sowie den Abenteuern der Evolutionsgeschichte beschäftigt. So kam es, dass sie mit der S-Bahn durch die Zeit rasten, via "Economy class" ihr Glück in der Ferne suchten, bei "Mammutjäger über Bord" das Schwimmen lernten und schliesslich im vierten Programm "Urgeknallt" atomisiert wurden.

Die Menschheits- und Universumsgeschichte schien nach vier Teilen ausgeschöpft. Doch als Hannes Geisser, Direktor des Thurgauer Naturmuseums, die Netzwerkbühne anfragte, ob sie zum 200. Geburtstag von Charles Darwin nochmals ein "Mammutjäger"-Programm auf die Bühne bringen wollen – "sagten wir spontan ja", erzählt Erich Furrer. Schliesslich hätten sie sich seit vier Jahren mit Darwin beschäftigt; beflügelnd dürften gewiss auch die Auszeichnungen vom Casino Theater Winterthur und an den Appenzeller Kabarett Tagen ("Goldige Biberflade") für ihre "Mammut"-Leistungen gewesen sein.



Schnell war den beiden Erichs aber klar, dass ein fünftes Programm ein Résumé bieten sollte – "Neues und Bestes aus den ersten vier Stücken", lautet der Untertitel nun.

Schnell war aber auch entschieden, dass die bewährte dramaturgische Form der rasanten, assoziativen Collage von Alltagsgeschichte und Evolutionstheorie und zwischen Früh- und Neuzeit beibehalten werden sollte.

Die Gelegenheit, frühere Nummern wieder aufzunehmen, nutzten Furrer und Hufschmid, um an einigen Geschichten zu feilen oder Dinge zu präzisieren. Für "Die Krone der Erschöpfung" packen die zwei Schauspieler nochmals alles in 90 Minuten, was sie an Bühnenkunst zu bieten haben. Und ihr physisches Spiel, so verrät Furrer, fordere von ihnen diesmal noch mehr ab. Wer die "Mammutjäger" noch nie erlebt hat, dem kann versichert werden, dass es ein höchst vergnügliches Erlebnis ist, Erich Furrer und Erich Hufschmid bei ihrem schweisstreibenden Spiel zuzusehen.

Nun, liebe LeserInnen, wenn ihr also am kommenden Samstag noch nichts vor habt, nutzt die Gelegenheit und pilgert nach Oberentfelden. Der schwarze Kafka freut sich auf einen Abend voller Witz, Tiefgang und Poesie mit euch. Er reserviert euch sogar "best Place" in der ersten Reihe, ichschwör!

Ab 18.30 Uhr habt ihr zudem die Möglichkeit, euch kulinarisch mit einem feinen Spaghettiplausch verwöhnen zu lassen. Hinterlässt bei Bedarf einfach hier einen Kommentar oder nimmt teil an der Veranstaltung auf Facebook (klickhier).

PRO ENDIVELD: Best of Mammutjäger – die Krone der Erschöpfung! Samstag, 3. November 2012, 20 Uhr in der Aula im Oberstufenschulhaus, Oberentfelden. (Karte

P.S. Die kulturelle Vereinigung beider Entfelden freut sich übrigens über jeden "gefällt mir" Klick auf Facebook. Guggt ihr hier. Messsssiiii *liebschaut*

Dienstag, 16. Oktober 2012

Traumzeiten - real geworden!

Die Beiden zusammen zu beobachten lässt mich durchatmen, aus- und aufschnaufen und zur Ruhe kommen. Zumindest für diese, eine Traumzeit lang. Mit erstaunlich selten ruhig gewordenem Puls greife ich zum Buch und lese weiter. Zwischendurch einen Blick zum Pool - schmunzelnd kündigen sich ein paar Freudentränchen an - natürlich sitzt das coole Sonnengebrill. Das ist es... yep, so fühlt sich wohl Glücklichsein an.

Viel zu kurz waren sie zwar, die ersten gemeinsamen Ferien zu dritt – voller Vorfreude plant der schwarze Kafka nun allerdings bereits die Nächsten, welche dann zum Glück um einige Tage länger sein werden. Dürfen.

Noch vor einem Jahr hätte er, der schwarze Kafka, solche Tage als einen wunderschönen Wunschtraum versucht aus seinen Gedanken zu verbannen, nun gehören sie bereits wieder der Vergangenheit an. Wissend jedoch, dass sie wiederkehrend sind. Tage der Wärme, des Glücks, der Freude, der tiefen Liebe und Zärtlichkeit. Wunderschön waren sie, die Tage in der Toscana mit meinen beiden Allerliebsten.

P.S. I: Stolz bin ich, ganz heimlich ;-) auf den Mister, dessen Herz so unendlich gross und offen ist... so gross und offen, dass zwei so grosse Männer Platz darin zu finden scheinen. 

P.S. II: Mein wundervoller, schöner Engel – dass ich den gestrigen, deinen Jahrestag mit dir verbringen durfte, ebenfalls zum ersten Mal und ganz alltäglich, erfüllt mein Herz mit einem Lächeln und meine Augen strahlen glücklich. Es ist so unbeschreiblich schön mit dir und der Gedanke an das nächste, verlängerte Wochenende auf „meiner“ Insel lässt meinen Puls gleich noch schneller schlagen. Auf den gemeinsamen Weg freue ich mich. Trotz und mit dem Salz. Oder den Steinen. Aber sowas von!